Tobias und Tobit

Namenstage: Tobias

Funktion: biblische Gestalten

Gedenktag: 13. September

Patronat: der Totengräber (Tobit); der Pilger und Reisenden; gegen Augenleiden (Tobias)

Die Geschichte des Tobias und seines Vaters Tobit wird im gleichnamigen Buch des Alten Testaments erzählt. Es wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts v.Chr. geschrieben und weist mit seinen Mahnreden, Hymnen und Gebeten den typischen Lehrcharakter auf. Der fromme Jude Tobit lebte demnach im assyrischen Exil und war bekannt für seine Nächstenliebe. Weil er ermordete Israeliten verbotenerweise begrub, wurde er verfolgt und erblindete auf seiner Flucht durch herabfallenden Vogelkot. Auf sein Gebet hin sendete Gott den Erzengel Raphael aus, um Tobias, den Sohn des Tobit, zu holen. Auf seiner Reise nach Ninive (Hauptstadt des assyrischen Reiches am Tigris bei der heutigen Stadt Mosul im Norden des Irak), bei der Tobias zunächst die junge Sara heiratete, fing er auf den Rat des Erzengels hin (dieser gibt sich ihm zunächst nicht als solcher zu erkennen) im Tigris einen großen Fisch, mit dessen Galle er später die Blindheit des Vaters heilte.
Tobias soll an die 127 Jahre alt geworden sein und den von seinem Vater prophezeiten Niedergang der Stadt Ninive noch miterlebt haben.

Darstellung: Tobit, wie er Tote bestattet oder von seiner Blindheit geheilt wird; Tobias auf der Reise, in Begleitung des Erzengels Raphael

Attribut: Fisch

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010