
Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg öffnet seine Türen
Historischer Rundgang und Ausstellung von 14 bis 17 Uhr
Interessierte sind zu einem historischen Rundgang durch das Erzbischöfliche Ordinariat in der Schoferstraße eingeladen. Hierfür öffnen die Türen in kurzen Abständen, um Besucherinnen und Besuchern eine Besichtigung des besterhaltenen Gebäudes des späten Historismus und Jugendstils zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Archiv ist zudem eine Ausstellung entstanden, die Einblicke in die Geschichte des Hauses eröffnet. Neben eindrucksvollem Treppenhaus, Großem Sitzungssaal und Thomas-Nörber-Saal werden dieses Jahr weitere Orte im Gebäude zu besichtigen sein.
Das Programm des Tages des offenen Denkmals kann hier eingesehen werden. Über 5.000 Orte in ganz Deutschland beteiligen sich mit Einblicken in teils sonst verschlossene Denkmale, darunter auch viele aus der Erzdiözese Freiburg.
Station 1: Das Erzbischöfliche Ordinariat ist eines der bedeutendsten und besterhaltenen Gebäude des späten Historismus und zugleich des Jugendstils in Freiburg. Folgen Sie uns durch die rechte Glastür und entdecken Sie mehr.
Station 2: Über die Steintreppe gelangen Sie in das erste Obergeschoss. Franz Schilling hat die gesamte Ausmalung vorgenommen. Die Malerei lässt unter anderem Einflüsse ägyptischer, keltischer und byzantinischer Kunst erkennen. Die unterschiedlichen Kunststile sollten ein Hinweis auf den universellen Anspruch und die Bedeutung der katholischen Kirche sein.
Station 3: Das Treppenhaus hellt sich mit jeder Stufe weiter auf und nun sind zahlreiche dekorative Elemente zu sehen. Eine funktionale wie auch repräsentative Lösung des Architekten. Die Idee des Architekten Raimung Jeblinger, den Raum nach oben zu öffnen, symbolisiert den Weg von der irdischen Nacht zur himmlischen Herrlichkeit.
Station 4: Zu sehen ist hier Jesus als Weltenherrscher, als sogenannter Pantokrator. Zwischen Raum und Zeit, im Strahlenkranz der durch die Sternzeichen versinnbildlichten Gestirne, umgeben von der Sonne und des Mondes, thront Christus auf einem Regenbogen. Er, der als Gottes Sohn zugleich Anfang und Ende aller Dinge ist, hält in den Händen die Bücher Genesis und Apokalypse, Anfang und Ende der Heiligen Schrift.
Station 5: Die tragenden Säulen der Treppenkonstruktion werden nach oben hin zierlicher und weniger zahlreich, die seitlichen Begrenzungen werden niedriger. Vom zweiten zum dritten Obergeschoss gibt es keine Treppenverbindung mehr, weshalb das Tonnengewölbe den Raum über die gesamte Grundfläche überspannen kann.
Station 6: Zu sehen sind die personifizierten Darstellungen der freien Künste, die die Helle des menschlichen Geistes versinnbildlichen, zugleich aber auch die Vorstufe der theologischen Bildung sind: Rhetorik, Grammatik, Geometrie, Musik, Arithmetik und Astronomie. Hinzugefügt wurden die Künste Malerei, Bildhauerei und Architektur.
Station 7: Überwölbt wird das ganze Treppenhaus von den vier Evangelisten. Zu sehen ist hier Markus mit dem ihn begleitenden Löwen. Auf dem Spruchband „zitiert“ er den Vers 16,15: „Dann aber sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen.“
Station 8: Dargestellt ist hier der Evangelist Johannes mit dem Adler. In seiner Hand hält er das mit dem Vers 14,16 beschriftete Spruchband: „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Station 9: Der Evangelist Lukas ist mit einem zu seinen Füßen kauernden Stier abgebildet. Er „zitiert“ Vers 10,16: „Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“
Station 10: Matthäus, einer der vier Evangelisten, ist mit einem Engel dargestellt und zitiert Vers 28,20: „Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Station 11: Die Taube des Heiligen Geistes, umgeben von der Gottesmutter Maria, den Apostelfürsten Petrus und Paulus sowie den Wappenschildern des Erzbistums und des Erzbischofs Thomas Nörber.
Station 12: Die Architektur, als personifizierte Darstellung der Künste, trägt das Modell des Reichenauer Marienmünsters (Augia dives) auf dem Arm. Damit ist zugleich auf die Anfänge der Geschichte des Christentums in unserer Region und auf die Vorgeschichte der Erzdiözese Freiburg verwiesen.
Station 2: Über die Steintreppe gelangen Sie in das erste Obergeschoss. Franz Schilling hat die gesamte Ausmalung vorgenommen. Die Malerei lässt unter anderem Einflüsse ägyptischer, keltischer und byzantinischer Kunst erkennen. Die unterschiedlichen Kunststile sollten ein Hinweis auf den universellen Anspruch und die Bedeutung der katholischen Kirche sein.
Station 3: Das Treppenhaus hellt sich mit jeder Stufe weiter auf und nun sind zahlreiche dekorative Elemente zu sehen. Eine funktionale wie auch repräsentative Lösung des Architekten. Die Idee des Architekten Raimung Jeblinger, den Raum nach oben zu öffnen, symbolisiert den Weg von der irdischen Nacht zur himmlischen Herrlichkeit.
Station 4: Zu sehen ist hier Jesus als Weltenherrscher, als sogenannter Pantokrator. Zwischen Raum und Zeit, im Strahlenkranz der durch die Sternzeichen versinnbildlichten Gestirne, umgeben von der Sonne und des Mondes, thront Christus auf einem Regenbogen. Er, der als Gottes Sohn zugleich Anfang und Ende aller Dinge ist, hält in den Händen die Bücher Genesis und Apokalypse, Anfang und Ende der Heiligen Schrift.
Station 5: Die tragenden Säulen der Treppenkonstruktion werden nach oben hin zierlicher und weniger zahlreich, die seitlichen Begrenzungen werden niedriger. Vom zweiten zum dritten Obergeschoss gibt es keine Treppenverbindung mehr, weshalb das Tonnengewölbe den Raum über die gesamte Grundfläche überspannen kann.
Station 6: Zu sehen sind die personifizierten Darstellungen der freien Künste, die die Helle des menschlichen Geistes versinnbildlichen, zugleich aber auch die Vorstufe der theologischen Bildung sind: Rhetorik, Grammatik, Geometrie, Musik, Arithmetik und Astronomie. Hinzugefügt wurden die Künste Malerei, Bildhauerei und Architektur.
Station 7: Überwölbt wird das ganze Treppenhaus von den vier Evangelisten. Zu sehen ist hier Markus mit dem ihn begleitenden Löwen. Auf dem Spruchband „zitiert“ er den Vers 16,15: „Dann aber sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen.“
Station 8: Dargestellt ist hier der Evangelist Johannes mit dem Adler. In seiner Hand hält er das mit dem Vers 14,16 beschriftete Spruchband: „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Station 9: Der Evangelist Lukas ist mit einem zu seinen Füßen kauernden Stier abgebildet. Er „zitiert“ Vers 10,16: „Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“
Station 10: Matthäus, einer der vier Evangelisten, ist mit einem Engel dargestellt und zitiert Vers 28,20: „Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Station 11: Die Taube des Heiligen Geistes, umgeben von der Gottesmutter Maria, den Apostelfürsten Petrus und Paulus sowie den Wappenschildern des Erzbistums und des Erzbischofs Thomas Nörber.
Station 12: Die Architektur, als personifizierte Darstellung der Künste, trägt das Modell des Reichenauer Marienmünsters (Augia dives) auf dem Arm. Damit ist zugleich auf die Anfänge der Geschichte des Christentums in unserer Region und auf die Vorgeschichte der Erzdiözese Freiburg verwiesen.
Station 1: Der durch die Form der Rückenlehne optisch herausgehobene Stuhl steht sinnbildlich für den „Erzbischöflichen Stuhl“ und ist dem amtierenden Erzbischof vorbehalten – ist der Erzbischof verhindert, so bleibt er frei.
Station 2: Der Kamin wird auf beiden Seiten von je zwei ins Gebet versunkenen Engel flankiert. An dem Kruzifix ist der gekrönte Herrscher dargestellt. Um das Zentrum des Kreuzes spannt sich kreisförmig ein Spruchband mit der Inschrift „O Christus, König der Herrlichkeit, komm mit Frieden“. Die Enden des Kreuzes laufen in quadratische Tafeln aus, in denen die Symbole der vier Evangelisten zu sehen sind.
Station 3: Auf die Wände wurden die Wappen der Freiburger Erzbischöfe gemalt. Die Wappen sind in ihrer grafischen Gestaltung und ihrer heraldischen Aussage sehr individuell gestaltet. Am häufigsten ist die Form mit einem geviertelten Schild, bei dem das erste und dritte Feld vom Bistumswappen, das zweite und vierte vom persönlichen Wappen entnommen werden.
Station 4: Über den Türen sind die vier Kardinaltugenden angebracht: Die Mäßigung (Temperantia), die Klugheit (Prudentia), die Gerechtigkeit (Justitia) sowie die Tapferkeit (Fortitudo).
Station 1: Auf der Empore sind die Wappen, Namen und Amtszeiten der zur Bauzeit schon bekannten Erzbischöfe angebracht. Bei Thomas Nörber ist das Ende der Amtszeit (1920) nie ergänzt worden – dies spricht dafür, dass der Raum irgendwann in Vergessenheit geriet. Ausgemalt hat den Raum, wie das übrige Gebäude, die Freiburger Kunstmalereiwerkstatt Schilling.
Station 2: Auf dem Kamin ist der Evangelist Lukas dargestellt, der ein Bild der Himmelskönigin Maria auf dem Schreibpult vollendet. Seine Vorlage ist eine über ihm schwebende Marienerscheinung. Lukas Symboltier, der Stier, liegt zu seinen Füßen, und ein phantastisches Ungeheuer, das sich um den Fuß des Pultes windet, ist gebändigt und andächtig, so dass es dem Evangelisten sogar das Tintenhörnchen hält.
Station 3: Über dem Eingang ist die Darstellung des thronenden auferstandenen Christus zu sehen. Diese ist einem ins 11. Jahrhundert zu datierenden Gemälde aus der St. Georgskirche in Reichenau-Oberzell – zu finden dort in der Michaelskapelle – nachempfunden. In diesem Bild symbolisiert Maria die „Ecclesia triumphans“, die triumphierende Kirche.
Station 4: Maria ist auf einem Regenbogen als thronende Himmelskönigin und Gottesmutter dargestellt, die Jesus mit Buch und zum Siegeszeichen erhobener rechter Hand auf dem Schoß hält. Umrahmt werden sie von zwei Heiligen im Benediktinerhabit, die durch Inschriften als Gallus und Fridolin gekennzeichnet sind.
Station 5: Einen Hinweis auf Christus bilden die an der Decke aufgemalten Fabelwesen, die sogenannten Mirabilien, die nach dem Verständnis des Hochmittelalters als Sinnbilder für sein Leben und Leiden verstanden werden können. Auch sie basieren auf mittelalterlichen Vorbildern.
Station 6: Im Mittelpunkt der künstlerischen Ausgestaltung stehen Maria und Christus, die Gottesmutter als Himmelskönigin und Personifizierung der sieghaften Kirche, Christus hingegen als Weltenherrscher und Erlöser der Menschheit. Die Ausmalung verweist auch auf die Hoffnung der Erbauer des Ordinariatsgebäudes, die katholische Kirche und die Erzdiözese möchten eine blühende Zukunft vor sich haben.
























