Grundstein für die digitale Zukunft

26.02.2026 | Leitungskonferenz befasst sich mit KI

Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) die kirchliche Arbeit unterstützen und wo liegen die Herausforderungen der Technologie? Im Rahmen der Leitungskonferenz der Erzbischöflichen Kurie haben sich 21 Führungskräfte am Dienstag (24.02.) in einem kompakten Workshop intensiv mit den neuesten Entwicklungen in diesem Bereich befasst. Dieses „KI-Update“ markiert den Auftakt für eine systematische Auseinandersetzung mit der Technologie innerhalb der Diözese.
 
Das zweistündige Format wurde von Dr. Martin Wichmann (Referat Digitalisierung und Pastoral) initiiert und in Zusammenarbeit mit Dr. Rebecca Albert und Dr. Karsten Kreutzer (Katholischen Akademie) sowie dem KI-Experten Ekkehard Schmider konzipiert.  Schmider verfügt über 30 Jahre internationale Führungserfahrung und unterstützt Organisationen dabei, KI strategisch und wirkungsvoll im Arbeitsalltag zu verankern. In den Workshop brachte Schmider insbesondere seine Expertise in den Bereichen Change Management und KI-Governance ein.
 
Ziel des Workshops war es vor allem, eine gemeinsame Informationsgrundlage zu schaffen und eine interne Verständigung über grundlegende Begriffe und Techniken zu ermöglichen. Die Selbsteinschätzungen der Teilnehmenden zur eigenen „KI Literacy“ reichten vom Vorhandensein erster Berührungspunkte bis zu fundierten Vorkenntnissen – ein Spektrum, das laut Wichmann ein Spiegelbild der aktuellen gesellschaftlichen Debatte darstellt. Zur thematischen Vertiefung hatte Schmider eigens für den Workshop ein Kartenspiel "KI-Tabu" entwickelt, mit dem die Teilnehmenden 32 zentrale Begriffe spielerisch vertiefen konnten, wie z.B. "Maschinelles Lernen", "Token" oder "Temperatur".     

Auftakt für weitere Schritte

Der Workshop verstand sich explizit als erster Schritt. „Es ging heute darum, sprachfähig zu werden und die Möglichkeiten von KI für unseren Kontext realistisch einschätzen zu können“, so Generalvikar Christoph Neubrand. Auf dieser Basis sollen nun weitere Vertiefungsangebote und konkrete Umsetzungsschritte folgen, um die Potenziale der Technologie für die Verwaltung und die strategische Arbeit der Erzdiözese nutzbar zu machen. In den nächsten zwei Wochen werden weitere Führungskräfte der Erzbischöflichen Kurie den gleichen Workshop absolvieren. Der "Fachausschuss Digitalisierung" wird sich mit den geclusterten Ergebnissen aller Workshops auseinandersetzen.
 
Die Befassung mit KI fügt sich in die Diözesanstrategie ein, nach der sich die Erzdiözese Freiburg als lernende Organisation weiterentwickeln soll. Durch die kontinuierliche Fortbildung ihrer Führungskräfte stellt die Kurie sicher, flexibel und qualitätsorientiert auf den digitalen Wandel zu reagieren. 
 
(mh)