Pflanzenschulen in den Trockengebieten Nordostbrasiliens
21.07.2026 |
Fachbereich Weltkirche unterstützt Initiative der Diözese Salgueiro
Der Nordosten Brasiliens hat mit ca. 22 Millionen Menschen die höchste Bevölkerungsdichte in Trockengebieten weltweit. Als Folge des Klimawandels bedrohen Steppen- und Wüstenbildung in dieser Region massiv die Landwirtschaft und damit die Lebensgrundlage der Menschen. Der Fachbereich Weltkirche unterstützt die Initiative der Diözese Salgueiro gegen diese dramatische Entwicklung. Die Zielgruppe des Projekts sind zunächst die Lehrer und Schüler von fünf Schulen in ländlichen Gebieten. Sie werden in der Anpflanzung und Pflege einheimischer Nutzpflanzen angeleitet.
Damit das gelingt, wird im Rahmen eines an die lokalen Gegebenheiten
angepassten pädagogischen Bildungskonzepts zunächst die Nutzung von sogenannten „Greywater“, also dem wiederaufbereiteten Abwasser der Schulen sowohl theoretisch als auch praktisch vermittelt. Die nötige Technik wird zur Verfügung gestellt und dann werden Setzlinge an die Schulen verteilt und kleine Obst- und Gemüsegärten angelegt. Dieses Wissen nehmen Lehrer und Schüler mit in ihre Familien und es gibt auch Radioprogramme und Publikationen zur Nutzung von Greywater, sodass auf lange Sicht möglichst viele Menschen in der Region von gesteigerten landwirtschaftlichen Erträgen profitieren. Die systematische Verbreitung heimischer Pflanzenarten wirkt sich positiv auf das lokale Klima und die Umwelt aus. Die Desertifikation wird verlangsamt bzw. nach Möglichkeit sogar gestoppt.