Als eine Reaktion auf die Ergebnisse und Erkenntnisse der MHG-Studie berief Erzbischof Stephan zum 27. November 2018 die Kommission „Macht und Missbrauch“, die den Erzbischof zu Konsequenzen aus der MHG-Studie beriet. In ihrem Auftrag wurde u. a. die externe, unabhängige Arbeitsgruppe „Machtstrukturen und Aktenanalyse“ eingesetzt, die im Jahr 2019 ihre Arbeit aufnahm – mit dem Auftrag, anhand exemplarischer Fälle sexualisierter Gewalt Mentalitäten, Mechanismen, Verantwortlichkeiten und Strukturen umfassend zu analysieren und aufzuklären, die in der Erzdiözese Freiburg zu Vertuschung und Machtmissbrauch geführt bzw. dazu beigetragen haben.
Der Bericht untersucht systemische Ursachen von sexuellem Missbrauch und für dessen Vertuschung in der Erzdiözese Freiburg, um daraus Schlüsse für die Zukunft ziehen zu können. Im Unterschied zu den Berichten anderer Bistümer stellt der Freiburger Bericht keine Gesamtschau aller Missbrauchsfälle in der Erzdiözese dar. Der Bericht soll anhand exemplarischer Fälle systemische Strukturen sichtbar machen, die sexuellen Missbrauch und Vertuschung von Missbrauchsfällen in der Erzdiözese ermöglicht haben.