Ein Oggersheimer Bestand im EAF
30.04.2024 |
Kürzlich wurden mehrere Archivkartons zu Oggersheim (heute ein Stadtteil von Ludwigshafen a. Rh., Rheinland-Pfalz) dem Bestand des ehemaligen Bistums Speyer neu zugeordnet. Von einem Neufund kann man in diesem Fall nicht sprechen, vielleicht eher von einer falschen Zuordnung bei der vergangenen Verzeichnung. Was war passiert?
Zum Hintergrund
Seit Jahren sitzt ein Kollege an einer Fleißarbeit: vor seiner Zeit war der Bestand B 22 zum Erzbischöflichen Oberstiftungsrat etwas auseinandergepflückt worden. Die Teilbestände sollte er wieder zusammenfügen, diesmal vollständig und in der korrekten alphabetischen Reihenfolge nach Pfarreinamen. Mit der Sichtung und Sortierung ging unter anderem die Vergabe einer Neusignatur einher. Zum Umfang: aktuell bearbeitet der Kollege den Buchstaben S und ist bei Verzeichnungseinheit 28.469 (von voraussichtlich ca. 35.000) angekommen.
Im Zuge seiner Arbeit fand er mehrere Archivkartons zu Oggersheim. Ihm fiel damals auf, dass die enthaltenen Akten sehr viel älter waren als die bisher bearbeiteten. Die Laufzeiten der 29 Akten verteilen sich auf eine Zeitspanne von 1626 bis 1814. Damit sind sie älter als das Erzbistum Freiburg (1827) und wären in unserer Bestandstektonik den Unterbeständen zu den ehemaligen Bistümern zuzuordnen.
Seit Jahren sitzt ein Kollege an einer Fleißarbeit: vor seiner Zeit war der Bestand B 22 zum Erzbischöflichen Oberstiftungsrat etwas auseinandergepflückt worden. Die Teilbestände sollte er wieder zusammenfügen, diesmal vollständig und in der korrekten alphabetischen Reihenfolge nach Pfarreinamen. Mit der Sichtung und Sortierung ging unter anderem die Vergabe einer Neusignatur einher. Zum Umfang: aktuell bearbeitet der Kollege den Buchstaben S und ist bei Verzeichnungseinheit 28.469 (von voraussichtlich ca. 35.000) angekommen.
Im Zuge seiner Arbeit fand er mehrere Archivkartons zu Oggersheim. Ihm fiel damals auf, dass die enthaltenen Akten sehr viel älter waren als die bisher bearbeiteten. Die Laufzeiten der 29 Akten verteilen sich auf eine Zeitspanne von 1626 bis 1814. Damit sind sie älter als das Erzbistum Freiburg (1827) und wären in unserer Bestandstektonik den Unterbeständen zu den ehemaligen Bistümern zuzuordnen.
Die Oggersheimer Akten
Die Akten zu Oggersheim sollten nun in den passenden Bestand übertragen werden: den Unterbestand A 33 zu den Specialia Pfarreien des Bistums Speyer. Genau genommen gehörte Oggersheim zum Bistum Worms und wurde erst nach dessen Auflösung dem Bistum Speyer zugeteilt. Damit aber alle Archivalien im selben Bestand zu finden sind, entschied sich das EAF für die Zuordnung zum Bistum Speyer.
Die Akten zu Oggersheim sollten nun in den passenden Bestand übertragen werden: den Unterbestand A 33 zu den Specialia Pfarreien des Bistums Speyer. Genau genommen gehörte Oggersheim zum Bistum Worms und wurde erst nach dessen Auflösung dem Bistum Speyer zugeteilt. Damit aber alle Archivalien im selben Bestand zu finden sind, entschied sich das EAF für die Zuordnung zum Bistum Speyer.
Wie dieser Ausschnitt vielleicht schon verrät, betreffen die meisten Akten die Oggersheimer Loretokapelle (spätere Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt) bzw. die Hofkapelle (auch Hofkirche oder Schlosskirche genannt). Ein sehr ausführlicher Artikel auf Wikipedia beleuchtet den historischen Kontext dazu. Die überlieferten Dokumente handeln von der Mission der Jesuitenpatres in der Loretokapelle, den Tätigkeiten der Kapuzinerpatres, Gülten und Vermögensaufstellungen, Rechnungen, Inventaren oder auch Baumaßnahmen.
Oggersheim gehörte und gehört nicht zur Erzdiözese Freiburg. Vermutlich würde man bei Interesse für den Ort, seine Geschichte oder die katholische Kirchengemeinde nicht auf die Idee kommen, im EAF nach möglichen Archivalien zu suchen. Eine Ergänzung der historischen Überlieferung hätten wir Nutzerinnen und Nutzern dennoch zu bieten – und einen schönen Lesesaalplatz ebenfalls.
Sarah Mammola
Nutzung
Bei Interesse fragen Sie gerne nach den Akten zu Oggersheim aus dem Bestand A 33, Bistum Speyer, Specialia Pfarreien.

