18.07.2025 |
Verabschiedung des Dekanats Lahr in feierlichem Rahmen
Mit einer prägende Vesper in der gut besetzten Kirche Sancta Maria wurde am Freitag, 18. Juli 2025, das katholische Dekanat Lahr feierlich verabschiedet. Rund ein halbes Jahr vor der geplanten Umstrukturierung in der Erzdiözese Freiburg kamen zahlreiche Gäste aus Kirche, Gesellschaft und Ehrenamt zusammen, um sich bei den Verantwortlichen der vergangenen Jahre zu bedanken – und gemeinsam einen bedeutenden Abschnitt der regionalen Kirchenlandschaft zu würdigen.
Den geistlichen Rahmen bildete die Vesper, die musikalisch von der Frauenschola Heilig Geist Lahr sowie Kantor Tilo Strauß und Sonja Kanno-Landoll an der Querflöte mitgestaltet wurde. In seiner Ansprache im Verlauf der Vesper dankte Generalvikar Dr. Christoph Neubrand allen, die das Dekanat in den vergangenen Jahren mit Leben gefüllt und mitgestaltet haben. So würdigte er insbesondere den Einsatz von Dekan Johannes Mette und Dekanatsreferentin Ann-Kathrin Wetzel, die beide zum Sommer neue Aufgaben in anderen Regionen der Erzdiözese übernehmen. Ein Dank ging auch an die Arbeit des Dekanatsrates und speziell Evi Schmidt, die den Rat als Vorsitzende viele Jahre geprägt hat. Neubrand erinnerte daran, dass ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, die bisherige Arbeit, Werte und Themen nicht wertlos würden, sondern in die neue Pfarrei hinein gelegt werden. Alles was die Menschen vor Ort zusammen geprägt haben, wird nun weitergetragen und dies sei ist ein großer Gewinn und etwas, das miteinander gestaltet und weitergeführt werden kann in der neuen Pfarrei.
Im Anschluss an die Vesper richteten verschiedene Vertreterinnen und Vertreter ihre Gruß- und Dankesworte an die Versammelten – darunter die Vorsitzende des bisherigen Dekanatsrats Evi Schmidt, der stellvertretende Dekan Pfarrer Josef Rösch, Mirco Poetsch vom Caritasverband Lahr, sowie der evangelische Dekan Rainer Becker. Auch Dekan Johannes Mette und Dekanatsreferentin Ann-Kathrin Wetzel selbst nutzten die Gelegenheit für einen persönlichen Rückblick und den Dank an all die Gremien und Kooperationspartner der vergangenen Jahre. Johannes Mette zeichnete dabei ein vertrauensvolles Bild der Zukunft und erinnerte an das starke Engagement im Dekanat bei zurückliegenden Vakanzen und verabschiedete sich von Haupt- und Ehrenamtlichen mit dem Gedanken „Danke für das vertrauensvolle Miteinander. Mit euch ist die neue Pfarrei gut aufgestellt.“
Nach dem offiziellen Teil bestand bei herrlichem Wetter Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Begegnung auf dem Vorplatz der Kirche. Trotz des Abschieds war die Stimmung von Dankbarkeit und Zuversicht geprägt – viele nutzten die Gelegenheit, um sich gegenseitig für die gemeinsame Zeit zu bedanken.
Hintergrund der Verabschiedung ist die diözesanweite Strukturreform im Rahmen des Projekts Kirchenentwicklung, die eine Neuausrichtung kirchlicher Strukturen vorsieht. Ab Januar 2026 wird die neue Kirchengemeinde „Südliche Ortenau“ errichtet – ein Zusammenschluss der bisherigen fünf Seelsorgeeinheiten Rust, Ettenheim, Kippenheim, Lahr und Friesenheim. Im Zuge dessen wird das Dekanat Lahr als Körperschaft aufgelöst, ebenso endet die Arbeit des Dekanatsrats als ehrenamtliches Gremium auf dieser Ebene. Bereits zum Herbst sollen die neuen Leitungsverantwortlichen in ihren künftigen pastoralen Räumen aktiv werden.
So markierte die Verabschiedung nicht nur ein Ende, sondern zugleich den Aufbruch in neue Wege kirchlicher Zusammenarbeit. Auch wenn sich Strukturen verändern, bleibt der Auftrag der Kirche gleich: Nah bei den Menschen zu sein und gemeinsam Zukunft zu gestalten.